Frühförderung

Je früher eine Behinderung erkannt wird, desto eher können durch eine gezielte, frühzeitig einsetzende Behandlung und Hilfe körperliche, geistige und seelische Beeinträchtigungen und Schäden vermieden oder gemildert werden. Gerade in den ersten Lebensjahren bestehen dafür besonders gute Chancen.

Aufgaben der Frühförderung:

  • Behinderungen, Schädigungen, Defiziete, Verzögerungen, Störungen und Auffälligkeiten bei Kindern möglichst früh zu erkennen
  • diese Kinder entsprechend zu fördern und zu therapieren
  • die Eltern der betroffenen Kinder zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten
  • notwendige Kontakte und weitere Hilfen zu vermitteln
Sitzschalen

Konzeption und Fertigung einer maßgearbeiteten Sitzschale sind recht komplex. Bereits wenige Millimeter können den Therapieerfolg entscheidend beeinflussen, dies berücksichtigen wir schon beim Maßnehmen. Klassische Handarbeit ermöglicht uns bereits in der ersten Fertigungsphase Einflussnahme auf die individuelle Formgebung. Ist die Zielsetzung der Versorgung definiert, kann die Sitzschale, ausgerichtet auf den Grad und die Art der Behinderung, unterschiedlichste Formen besitzen.

Die körperangepasste, individuelle Versorgung gleicht nicht allein nur Bewegungseinschränkungen aus. Sie bildet oftmals auch den ersten Schritt in Richtung

  • des Fahrens eines manuellen oder elektrischen Rollstuhls,
  • der Nutzung von Kommunikationshilfen,
  • der besseren, erweiterten Kontrolle über Mimik, Gestik und der Sprache.
    Diese individuelle Versorgung fördert Wahrnehmung und soziale Kontakte und sorgt somit für ein spürbares Plus an Aktivität und Mobilität.

 

 

Sitzen und Stabilisieren

Gewiss eines der wichtigsten Themen in der Kinder-Rehabilitation. Ein Kind, welches die Möglichkeit hat, richtig zu sitzen, ist auch im Stande sich am alltäglichen Leben zu beteiligen. Eine perfekte Unterstützung ermöglicht eine gute Sitzposition und erlaubt gleichzeitig größtmögliche Bewegungsfreiheit. Ein unterstützendes Sitzsystem erlaubt es dem Benutzer, sich auf Augenhöhe mit seinem Umfeld zu begeben. Dies scheint einfach, kann aber unter Umständen schwer zu realisieren sein. Zum Erreichen einer guten Versorgung müssen viele Dinge in Betracht gezogen werden.

 

Therapiestuhl

Der Grundgedanke eines Therapiestuhls ist das physiologische und ergonomische Sitzen, unter Berücksichtigung häuslicher Wohnverhältnisse, zu gewährleisten. Denn häufig wird gerade beim Spielen oder Essen das "richtige" Sitzen vernachlässigt und führt so zu körperlichen Fehlentwicklungen der Kinder.

 

Zimmeruntergestell

Ein ergonomisches Zimmeruntergestell für orthopädische Sitzsysteme. Das Sitzsystem kann von der Tischhöhe bis auf den Boden abgesenkt werden. Die stufenlose Höheneinstellung erfolgt mittels einer Gasdruckfeder.

 

Autositz

Ein sicherer Autositz für behinderte Kinder verschafft während der Fahrt eine komfortable und akzeptable Unterstützung für das Kind. Eine Schalenform stützt Kinder mit verminderter Haltungskontrolle im Kopf-, Brust-, Becken- und Oberschenkelbereich. Durch die Verstellbarkeit von Sitztiefe und Rückenhöhe ist der Autositz mitwachsend für Kinder von ca. drei bis zwolf Jahren. Er kann in fast allen Fahrzeugtypen eingesetzt werden.

Stehen und Gehen

Der Stand bietet gegenüber der sitzenden Position eine auffällige Positions- und Zustandsveränderung des Körpers. Alle Gelenke werden aus der Beugung in die Streckung gebracht, der Körper kann sich zur vollen Größe aufrichten. Das gewährleistet die Streckung aller Gelenke und bietet eine aktive Kontrakturprophylaxe. Das heißt, einer teilweisen Versteifung, insbesondere der Knie- und Hüftgelenke, wird entgegengewirkt. Nicht zu vergessen ist die Erweiterung des Aktions- und Sichtraumes. So können "Umgebung" und "Spielraum" aus einem völlig anderen Blickwinkel erfahren werden.
Stehen und gehen zu können bedeutet unabhängig zu sein.

 

Stehständer

Ein Stehständer ist ein Hilfsmittel, welches behinderten Kindern den aufrechten Stand ermöglicht. Die Stand-Neigungsposition ist individuell auf Körpermaß einstellbar. Zurüstungen mit Pelotten, Kopfstützen und Körperkorrektursystemen sind möglich. Es gibt Modelle welche als Bauchschrägliegebrett genutzt werden können.

 

Gehhilfe

Ein Gehtrainer fordert das Kind auf, sein gesamtes Gewicht auf die Füße zu verlagern. Er fördert die eigene Aktivität und Mobilität des Kindes.

Fahren und Bewegen

Mobilität bedeutet Lernen durch Bewegung und ist ein elementares Grundbedürfnis und ein wichtiger therapeutischer Aspekt in der Behandlung von körperbehinderten Kindern. Die Motivation zur Eigenaktivität und die Freude an der Bewegung beeinflussen die senso-motorische und psycho-soziale Entwicklung. Eine frühzeitige Versorgung und die damit verbundene Mobilität ermöglichen dem Kind die Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, es bedeutet Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Motivation zu lernen, die Umwelt zu erkunden und neue Erfahrungen zu sammeln sind für Kinder wichtige Schritte zur Persönlichkeitsentfaltung.

 

Kinderrollstuhl

Was ist bei der Auswahl und Anpassung eines Kinderrollstuhls zu beachten?
Das Ziel ist, den Zustand der Beweglichkeit wiederherzustellen und Restaktivitäten zu mobilisieren. Die Auswahl hängt unter anderem vom Grad der Behinderung, vorhandenen Restfunktionen und dem Einsatzort ab.

 

Reha-Buggy

Reha-Buggys zeichnen sich im Unterschied zu normalen Buggys durch höhere Stabilität und vielseitige Einstellmöglichkeiten aus. Zubehör für korrekte Positionierung bzw. Lagerung für das längere Sitzen entlasten gleichermaßen Kind wie Betreuer.

 

Bewegungstrainer

Ein motorbetriebenes und software gesteuertes Bewegungs-Therapie-Gerät speziell für Kinder. Bei täglicher Benutzung fördert es:

  • Spastiken zu lockern und beweglicher zu werden
  • warme, schmerzfeie Beine
  • Verdauung und Gehfähigkeit fördern
  • Herz-/Kreislaufleistung erhöhen
  • Muskelzuwachs erzielen
  • Medikamente und Nebenwirkungen reduzieren

 

Dreirad

Gerade bei Kindern mit eingeschränktem Bewegungsablauf dienen die Dreiräder der Mobilitätserhaltung und ergänzen die Bewegungstherapie. Aber auch als Spaß- und Freizeitmobil bietet sich ein Dreirad als wendiger Partner an.

 

Lagern und Schlafen

Gerade für Kinder mit Handicap ist es wichtig, keine negativen Erfahrungen zu machen und physiologisch richtig zu liegen. Darum wurden speziell für die Lagerung Hilfen geschaffen, die physiologisch richtiges Liegen gewährleisten und unterstützen. Durch die therapiegerechte Lagerung können Kontrakturen und Gelenkschäden verhindert oder gemindert werden. Spastikhemmende Lagerungspositionen lassen sich auf diesem Wege fördern.

 

Kinderbett

Ein multifunktionales Kinder- und Jugendbett, das den Anprüchen zur Pflege und Therapie voll gerecht wird. Ein Bett gewährleistet mit seinen höheneinstellbaren Seitengittern und dem serienmäßigen elektrischen Hubsystem jederzeit direkten Kontakt zum Kind.

 

Therapieliege

Auch zu Hause ist es in vielen Fällen sinnvoll und notwendig die Therapie und Krankengymnastik fortzusetzen. Dazu ist eine Therapieliege unentbehrlich. Sie ermöglicht ein individuelles Arbeiten und unterstützt das Umsetzen vom Rollstuhl auf die Liegefläche.

 

Matratzen

Eine Matratze ist eine kindgerechte Hilfe in der Dekubitusprophylaxe und -therapie sowie die damit verbundenen Schlafstörungen und Schmerzsituationen.

 

Baden und Pflegen

Obwohl wir bei Kindern wenig Scham vorfinden, so ist doch die Wahrung der Intimsphäre zu beachten.
Das betrifft insbesondere den Bereich des Bades und der Toilette. Ziel ist auch hier ein hohes Maß an Selbstständigkeit zu erreichen. Ergonomisch geformte Toiletten- und Duschstühle bieten hierbei größtmögliche Unterstützung, so dass auch bei schlaffen oder spastischen Lähmungen Erleichterung und Sicherheit gewährleistet ist. 

 

Badeliege

Eine Badeliege gibt den Kindern sicheren Halt und körpergerechte Unterstützung.

 

Badelift

Baden kann Spaß machen. Doch der Spaß kann auf der Strecke bleiben, wenn das Baden mühevoll ist. Aus diesem Grund wurden spezielle Badewannenlifter für Kinder entwickelt.

 

Toilettenstuhl

Ein Toilettenstuhl unterstützt Kinder mit eingeschränkter Körperkontrolle. Durch eine anatomisch geformte Beckenschale bietet er ein hohes Maß an Sicherheit beim Sitzen und fördert so ein natürliches Ausscheiden.